„Hasse ma ‘nen Euro?“

Ja, ich finde auch, dass: „Hasse ma ‘ne Mark?“ viel netter klinge. Irgendwie nostalgisch. So heimelig-kumpelhaft. 😉 Wie eine liebgewonnene Tradition, gewissermaßen. Aber die Mark ist ja nun schon seit geraumer Zeit Geschichte.

Hasse ma ‘ne Mark? schoss mir heute durch den Kopf, als ich feststellte, dass ich viel zu selten auf meine EC-Karte schaue. Denn das sollte man viel öfter tun, finde ich (seit heute). Denn mir war doch glatt durchgegangen, dass meine Debitkarte nur bis zum 31. Dezember 2018, 23:59:59 h gültig war. Es liegt wohl daran, dass ich immer irgendwie ein bisschen in Gedanken bin. Und auch ein bisschen wurschtig – ich gebe es zu.

Es liegt aber auch daran, dass das Geldinstitut, bei dem ich Kundin bin, mir weder eine Ankündigung, dass es eine neue Karte geben werde, noch die Karte, noch die PIN zugesendet hat. Also sind wir beide irgendwie schuld.

Ich merkte es heute, als ich – seit Silvester – das erste Mal wieder einkaufen war. Glücklicherweise hatte ich, bevor ich mich ans Einkaufen machte, noch einen Kontoauszug ziehen wollen („mein“ Einkaufsmarkt hat im Eingangsbereich einen Geldautomaten meines Geldinstitutes, ebenso ein Kundenterminal), was mir jedoch verweigert wurde, da meine Karte abgelaufen sei. O nein! Und ich musste einkaufen, da ich morgen am späten Nachmittag eingeladen bin und einen Salat mitzubringen versprochen habe, dessen Zutaten ich bei diesem Besuch des Einkaufsmarktes käuflich erwerben wollte …

Mir brach ein bisschen der Schweiß aus, denn der Salat musste heute Abend zubereitet werden und über Nacht im Kühlschrank ruhen und durchziehen! Ich riss mein Portemonnaie aus der Tasche und sah: Im Scheinfach waren exakt 15 Euro (ich habe nie viel Bargeld bei mir – wofür gibt es die praktischen Karten?). Im Fach für die Münzen fand ich noch 7 Euro und ein paar Zerquetschte. Nun ja, der Einkauf würde der wohl am präzisesten kalkulierte seit einiger Zeit werden …

Ich kaufte sehr sparsam ein und erzielte eine Summe von exakt fünfzehn Euro einundzwanzig. Wow – noch sieben Euro und ein paar Cents, die ich auf den Kopp hauen konnte! Abheben kann ich ja nun nichts, zumindest nicht bequem am EC-Automaten. Ich beschloss, diese fürstliche Summe lieber aufzuheben.

Dann fiel mir ein, dass meine Eltern mir zu Weihnachten ein Geldgeschenk hatten zukommen lassen, und das glücklicherweise und anders als gewöhnlich in bar! 😉 Die nächsten Tage sind somit gesichert. 😉

Auf der Fahrt nach Hause fluchte ich im Auto ganz reizend vor mich hin. Hatte ich das wirklich übersehen? Nee! Gewiss nicht.

Dann fiel mir ein: „MO-MENT! Das war ja schon einmal so!“ In der Tat. Das Kreditinstitut mit dem großen S hatte schon einmal verbaselt, mir die Nachfolgekarte zukommen zu lassen! Als ich mich damals beschwerte, schoben sie es auf die Post …

Ich weiß jetzt schon, wer der bzw. die Schuldige sein wird, wenn ich morgen meinem sogenannten Kreditinstitut einen freundlichen Besuch abstatten werde. Nein. Nicht ich. Es wird die Post sein. Die lässt zwar auch zu wünschen übrig, aber das ist nun schon das zweite Mal, dass das Geldinstitut mich im Stich gelassen hat. Ob die mich loswerden wollen? 😉

(Nein, ich weiß, ich hätte mal einen genaueren Blick auf meine EC-Karte werfen sollen – ich bin mitverantwortlich. 😉)

Drückt mir die Daumen, dass ich bald meine neue Karte bekomme. Nicht, dass ich wirklich aufgrund der Tatsache, dass ich mangels Karte nichts mehr abheben noch sonstige Transaktionen tätigen kann, eines Tages hohlwangig vor euch sitze und mit rauher Stimme: „Hasse ma ‘nen Euro?“ oder gar: „Hasse ma ‘ne Kippe?“  frage … 😉

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