Not my cup of tea …

… ist dieses Wochenende! Einmal mehr frage ich mich, womit ich all das eigentlich verdient habe. Bin ich zu jemandem frech gewesen? Nein, gewiss nicht. Nicht in den vergangenen Tagen und Wochen. Habe ich sonst etwas angestellt? Hmmm … nein, auch nicht.

Warum also all dieser Mist?

Es begann bereits am späten Donnerstagnachmittag, als mich ein unangenehmes Frösteln anfiel, obwohl Kerstins und mein Büro stets sehr gut geheizt ist (wir sind beide Frostbeulen – einer meiner „Zweitnamen“ ist „Freezy Frostbite“). Kerstin war an diesem Tag bereits krank – ich würde doch wohl nicht auch noch …?

Das Frösteln ging nicht weg, und ich fuhr schnell nach Hause. Dort machte ich mir eine Kanne Tee und gab einen Tick Rum dazu. Wirklich nur einen Tick, da ich Tee mit Rum im Grunde nicht mag, dieser jedoch dazu führt, dass einem gleich richtig warm wird. Hilft prima, wirklich.

Half nicht im Geringsten, und ich fror mehr und mehr, so dass ich mich auf die Couch verzog, wo ich mich in eine Fleecedecke einhüllte. Und ich trug die dicksten Homesocks, die ich besitze. Nichts half. Ich legte mich irgendwann ins Bett, konnte jedoch nicht schlafen, trotz Wärmflasche und aufgedrehter Heizung.

Zurück auf die Couch, denn wozu sollte ich mich schlaflos im Bett von links nach rechts und wieder zurück wälzen, wenn ich mir mit dem Laptop auf der Couch die Zeit um die Ohren hauen konnte? Vielleicht würde ich darüber sogar schläfrig werden? Nichts da! Ich schrieb einige Mails, war aber wach wie eh und je, und ich fröstelte aufs Possierlichste unter der dicken Decke mit meinen Klamotten à la „Antarktis-Expedition“ … 😉

Irgendwann – es muss gegen eins gewesen sein – wurde ich dann doch noch ein wenig müde, und ich zog wieder ins Bett um. Den Wecker hatte ich mir gestellt, und ich hoffte, am anderen Morgen würde alles viel besser aussehen.

Als ich gestern früh um 6:15 Uhr vom Wecker geweckt wurde, tat mir alles weh, meine Nase war zu, und ich hustete und hatte so starken Schüttelfrost, dass meine Zähne aufeinanderschlugen. Eine eilends eingeleitete Temperaturmessung ergab, dass ich über 38 Grad Fieber hatte – super!  ☹

Um sieben Uhr rief ich die für die Dienstpläne zuständige Kollegin an – sie ist von der frühen Truppe. Meine Stimme klang, als hätte ich Rasierklingen geschluckt, zehn Zigarren geraucht und mit einem Fass Whisky nachgespült, und so sagte ich lieber direkt meinen Namen, damit die Kollegin auch sofort wisse, wer da mit ihr sprach. Sie meinte: „O Gott – du klingst ja furchtbar! Ich melde dich sofort krank – erhol dich gut!“ Und dann: „Was klappert denn da so?“ – „Meine Zähne,“, klapperte ich zurück, und sie meinte: „Geh sofort wieder ins Bett!“ – „Ich liege doch drin.“ – „Und trotzdem klappern deine Zähne?“ – „Ja.“ – „Gute Besserung – und wenn es nicht besser wird, meldest du dich am Montag sofort.“ – „Ja,“, klapperte ich kastagnettenartig, „dir gute Besserung … ääh, nein … ein schönes Wochenende!“ Nadja lachte und meinte: „Bei mir ist es noch nicht so weit, mir gute Besserung zu wünschen, obwohl ich Halsschmerzen habe – es grassiert wohl etwas. Dir ein erholsames Wochenende.“

Ich sank in die Kissen zurück und schlief wieder ein. Stunden später wurde ich wach mit dem Gefühl, gegen einen Gong gelaufen zu sein. Ich fror noch immer. Aber im Bett war es langweilig, und so ging es zurück auf die Couch – wo ich, klappernd und zwischendurch immer mal einnickend – einige Filme sah.

Abends dann flog mich doch so etwas wie Hungergefühl an, und ich schleppte mich in die Küche, wo ich mir ein Brot machte. Gleich beim ersten Biss hinein stellte ich fest, dass sich in meinem Mund irgendetwas verändert hatte – und das nicht zum Guten hin. Was knirschte denn da so?

Ich tastete vorsichtig und – surprise, surprise! – förderte etwas zutage, das eigentlich nicht lose sein sollte … Eine Verbundkrone! Die Verbundkrone, die bis dato auf einem Implantat gesessen hatte! Zum Glück weiter hinten, aber ich war trotzdem geschockt, als ich im Bad einen genauen Blick auf das Elend warf. Ich spülte die Verbundkrone ab und befestigte sie – provisorisch – an gewohnter Stelle. Hoffentlich würde ich sie nachts nicht verschlucken – das Ding war teuer … 😉

Nun muss ich vor Weihnachten auch noch zum Zahnarzt – sehr schön. 😉 Dabei hatte ich eher zum Friseur gewollt … 😉 Ob ich das alles noch schaffe?

Mir stellt sich nun die Frage: Ist Zähneklappern aufgrund von Schüttelfrost für Kronenträger gefährlich? Und warum wurde darüber noch nie aufgeklärt? 😉

Euch ein schöneres Wochenende – meines ist ziemlich daneben. 😉

4 Gedanken zu „Not my cup of tea …

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