Bye, bye, Scotty … vermutlich …

Scottys Tage scheinen gezählt – zumindest bei mir …

Da habe ich in meinem „hohen“ Alter nun seit dreieinhalb Monaten mein erstes Auto – und schon sieht es aus, als stünde das zweite ins Haus! 😉

Zumindest dann, wenn man dem „freundlichen“ Herrn in der Zentrale des Autohauses glauben mag, in dem Scotty gekauft wurde, der nach längeren, zähen Verhandlungen zugesagt hat, morgen ein alternatives Angebot zu machen. Da Scottys Getriebe – wie schon erwähnt – kein echtes Automatikgetriebe ist und in den letzten Wochen immer heftigere Probleme bereitete, scheint es angeraten, den kleinen – bis aufs Getriebe durchaus liebenswerten – Kerl ab-, genauer: zurückzugeben.

Seit die Probleme verstärkt auftraten, habe ich mich in zahlreichen Toyota-Foren im Internet herumgetrieben. Und alle, die einen Wagen mit einem vergleichbaren Getriebe fahren und sich dort austauschten, waren massiv genervt, kurz davor, den derart angetriebenen Wagen wieder zu verkaufen, zweifelten, wiewohl langjährig geübte Fahrer, an ihrer Fahrbefähigung (es waren alles Männer, und die sind ja bekanntermaßen ohnehin die besseren Fahrer …), oder sie hatten den Verkauf schon hinter sich und teilten der noch geplagten Nachwelt mit, dass das die beste Entscheidung überhaupt gewesen sei. Auch war die Tendenz erkennbar, dass alles eher schlimmer als besser werde, neue Einstellungen oder Reparaturen durch die KFZ-Werkstatt nur kurzfristig Besserung gebracht hätten und man nunmehr die Schnauze voll habe. Das stand da wortwörtlich und unterstreicht den Ernst der Lage. 😉

Der „freundliche“ Herr in der Zentrale des Autohauses sagte zähneknirschend zu, ein Angebot für einen anderen Wagen zu machen. Ich bin gespannt. Es wird wohl ein Wagen mit manuellem Getriebe werden, ein Schaltwagen. Meine Freude ist groß, aber alles ist derzeit besser als das hier. Ich sage es wirklich ungern, aber ich muss es sagen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Ford werde, wenn das Ganze denn so kommt, ist nicht gering. Oder ein Opel. Ja – und das mir! 😉 Aber dreieinhalb Monate mit dem kleinen Toyota, der so oft versagte, haben mich geläutert, und inzwischen sage ich: „Ja! Man reiche mir, bitte, bitte einen Ford oder einen Opel! Hauptsache, er fährt sich normal und ohne unberechenbare Aktionen.“

Schon neulich hatte es ein Gespräch mit dem Meister einer alteingesessenen Toyota-Werkstatt gegeben. Ich hatte Bedenken, er könne sagen, es läge an mir. Doch nichts dergleichen, denn der Meister gab unumwunden zu, dass der Fehler im Getriebe an sich liege – mein Wagen sei kein Einzelfall, und das Getriebe hätte schon langjährige Fahrer fast zur Verzweiflung und in Adrenalinschübe getrieben (immerhin treibt es etwas, wenn auch nur den kalten Schweiß auf die Stirn …). Auch ihm sei unverständlich, warum man dieses Getriebe überhaupt noch einbaue. Nun ja – da sind wir schon zu zweit. Und wenn ich mir die Aussagen in den Toyota-Foren so ansehe, kommen noch ganz viele Menschen hinzu … Sehr viele Menschen – ich habe die einzelnen Beschwerden nicht gezählt. Aber da war ich noch einigermaßen guten Mutes … Das bin ich nun nicht mehr.

Gerade habe ich – ich bin eine sentimentale Socke – einen Blick aus dem Küchenfenster auf den kleinen Scotty geworfen, der so freundlich und silbrigglänzend vor dem Haus steht, ahnungslos. Aber was sage ich da? Das ist ein Auto und kein Hund oder Pferd! 😉

Dennoch – es tut mir trotz unserer bis dato kurzen Bekanntschaft weh, den kleinen Kerl wegzugeben. Er wäre ideal – mit einem anderen Getriebe. Ein bisschen traurig bin ich – so viele Abschiede schon dieses Jahr, und darin bin ich ganz, ganz schlecht.

Aber vielleicht überlegt es sich der Herr aus dem Autohaus ja noch einmal anders. Das hoffe ich nicht für ihn, denn ansonsten werde ich darauf dringen, dass er mal eine größere Runde mit dem kleinen Toyota drehe. 😉 Er kann ihn auch gern mal für ein paar Tage haben.

Ich berichte dann weiter, sollte ich einen neuen Wagen haben – bei meinem „Glück“ nicht nur mit einem Schaltgetriebe, sondern noch in einer richtig schicken Farbe, wie zum Beispiel Ockergelb oder so. Am besten noch ein Opel …

Ich werte es nicht als Zufall, dass mir heute, als ich mit Scotty auf dem Heimweg war, meine Auffrisch-Fahrlehrerin Jeannette mit Fluffy, dem Stufenheck-Audi A3 und einem Schüler entgegenkam. Fluffy ist ein Schaltwagen, und in all den dreieinhalb Monaten ist mir kein einziger Fahrschulwagen von Jeannettes Fahrschule begegnet. Ich bin abergläubisch – das ist doch ein Zeichen! 😉

Drückt mir die Daumen!

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