Auf „gutem“ Wege

Wenn es so weitergeht, werde ich wohl in der nächsten Zeit total viel Glück in der Liebe haben. Zumindest dann, wenn man der Redensart „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“ Glauben schenkt, denn ich arbeite mich zielsicher auf Platz 24 in der Liste der 24 EM-Tipper vor. Nun ja, Glück in der Liebe wäre ja in meiner Situation durchaus nicht verkehrt – könnte irgendwann auch mal wieder sein. Da sah und sieht es derzeit mauer als mau aus. Aber wenn man der Redensart glaubt … (Defätistisch, wie ich bin, glaube ich aber eher daran, dass diese nur deswegen erfunden wurde, um den Verlierer bei Laune zu halten. ;-))

Dafür aber ist der Tipp-Deppenpreis schon in Sichtweite – ist doch auch was Schönes. Ich setze daher meine Hoffnung auf die heutigen Spiele. Und die EM dauert ja auch noch ein wenig an – bis zu deren Ende habe ich es dann ganz sicher auf den letzten Platz geschafft …

Immerhin habe ich es gestern endlich fertiggebracht, in die Toyota-Werkstatt zu kommen, ein Unterfangen, das bereits letzte und vorletzte Woche auf meinem Plan stand, aber es war immer etwas dazwischengekommen. Nichts Schlimmes, ich brauchte nur einen Lackstift in „Medium Silver Metallic“, um endlich diesen kleinen Schaden an meiner linken hinteren Tür zu beheben, der mich ja vor einiger Zeit, nicht von mir verursacht, ereilt hat. Sollte man ja so nicht lassen. Wenn es in den nächsten Tagen mal nicht regnet, mache ich mich ans Werk. Mein Vater hat mir schon erklärt, wie das Ganze funktioniere, indem er mir en détail erläuterte, wie ich vorzugehen hätte. Als er noch weiter ausholen wollte, mir die Handhabung des Lackstifts zu erläutern, unterbrach ich ihn freundlich: „Ich bin eine Frau!“ – „Ja, und?“ – „Mit Lack kenne ich mich aus.“ Und ich streckte meinem Vater meine Hände hin, deren Nägel in einem dezenten Bleu, passend zur Kleidung, lackiert waren. Das schien ihn nicht ganz zu überzeugen, aber vom Prinzip her ist es doch wohl nicht gänzlich anders.

Auf der Fahrt zur Werkstatt muss ich ins Projekt „Verkehrserziehung von Laien für Laien“ geraten sein, denn auf einer der Hauptverkehrsstraßen hier in meinem Stadtteil eierte – es tut mir leid – ein Opel aufreizend lahm vor mir her und zwang mich dazu, auf dieser Straße, auf der 50 erlaubt ist, knapp unter 40 zu fahren, was zur Folge hatte, dass er und die hinter ihm Fahrenden ungelogen jede Rotphase mitnahmen, die mitzunehmen war. Erneut ein Fall, da ich hoffte, der vor mir Fahrende beherrsche nicht die Kunst des Von-den-Lippen-Ablesens, denn ich fluchte ein wenig. Wo 50 erlaubt ist und die Verkehrsdichte diese Geschwindigkeit auch zulässt, sollte man doch auch 50 fahren, weil sonst alles ins Stocken gerät. Aber es gibt sie ja überall – die selbsternannten Volks- und Verkehrserzieher, und hier war ich wohl an einen solchen geraten. Und die Werkstatt schloss um 17 Uhr ihre Tore … Ich machte drei Kreuze, als der Opel abbog. Und so bin ich nun im Besitz eines Sets für 8,41 €, bestehend aus „Basecoat“ in oben genanntem Silber, sowie „Clear lacquer“. Habe gleich meine Fingernägel damit lackiert, damit sie zum Auto passen … (Nein, nicht wirklich – ganz so verrückt bin ich nicht. 😉 )

Heute Abend geht es mit Fußball weiter, und vielleicht bewege ich mich dann doch mal wieder ein bisschen aufwärts. But I will have to fight an uphill battle … 😉

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.